Lösen Herpesviren sogar Bandscheibenvorfälle aus?

Herpesviren und Bandscheibenvorfälle – ein unerwarteter Zusammenhang

Dass die Herpesviren mit ihren verschiedenen Typen gefährlicher sind, als oftmals angenommen, habe ich euch ja bereits anhand der Leidensgeschichte des kleinen Baby John erzählt. Nun zeigen Studien außerdem, dass Herpesviren an Krankheitsbildern beteiligt sein können, zu denen man nicht einmal auf den zweiten Blick einen Zusammenhang vermuten würde.

(Herpes-)Viren: die unterschätzte Gefahr

Ein Krankheitsbild interessiert mich vor allem, da ich selbst bereits mehrfach davon betroffen war, obwohl ich viel Sport treibe, mich gerne bewege und kein Übergewicht habe: Der Bandscheibenvorfall. Als ich nun im Rahmen meiner Recherchen zum Thema Herpes Studien las, die einen Zusammenhang zwischen Herpesviren und Bandscheibenvorfällen herausgefunden haben, wurde ich natürlich doppelt hellhörig.

Viren, nicht nur Herpesviren, sind, so wissen wir schon lange, an vielen – zum Teil sogar sehr schweren – Erkrankungen beteiligt. Die jährliche Grippe wird genauso durch Viren ausgelöst wie Hepatitis oder HIV und diese Tatsache zeigt, dass die kleinsten bekannten Mikroorganismen eine große „Macht“ über unseren Körper haben können. Viruserkrankungen sollten wir daher niemals unterschätzen, dies gilt nicht nur für Herpes, auch wenn mein Hauptaugenmerk – wie Ihr wisst – diesem Virus gilt.

Wie ein Bandscheibenvorfall entsteht…

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Als Hauptauslöser für Bandscheibenvorfälle gilt gemeinhin seit langem eine Fehl- bzw. zum Teil auch eine nicht vorhandene oder zu gering ausgeprägte Belastung der Wirbelsäule und der Rückenmuskulatur. Die heutige Zeit macht uns mehr und mehr zu „Schreibtischtätern“;  Auto, Bus und Bahn machen uns ebenfalls bequem. Ich bin kein Fan von Verallgemeinerungen und doch sind diese Faktoren nicht selten die Ursache für Rückenbeschwerden etwaiger Art.

Herpesviren als Auslöser für den Bandscheinbenvorfall (und damit auch für Rückenschmerzen)

Kann es nun aber sein, dass ein Bandscheibenvorfall vielleicht für einige Patienten gar nicht zu verhindern wäre, egal wie viel Bewegung und Sport sie in ihren Alltag einbauen, da Herpesviren den Bandscheibenvorfall ohnehin auslösen würden? Und was haben die Herpesviren überhaupt mit Bandscheibenvorfällen zu tun?

Um diese Fragen beantworten zu können, ist ein grobes Verständnis dafür notwendig, was bei einem Bandscheibenvorfall überhaupt passiert. Bandscheiben sorgen dafür, dass unsere Wirbel nicht direkt aufeinanderliegen und damit keine Reibung zwischen den Wirbelknochen entsteht. Außerdem bieten sie etwas Flexibilität, so dass wir uns beugen und drehen können. Man kann sie also als eine Art Stoßdämpfer verstehen.

Bei einem Bandscheibenvorfall dringt vereinfacht ausgedrückt ein Teil der Bandscheibe (der gallertartige Kern) in den Rückenmarkkanal, drückt auf die Nervenstränge und verursacht so eine Vielzahl von Beschwerden.

… und was das Herpesvirus damit zu tun hat

Eine Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Herpes und Bandscheibenvorfälle

Forscher einer griechischen orthopädischen Universitätsklinik haben Gewebeproben operierter Bandscheibenpatienten im Vergleich zu Gewebeproben anderer Wirbelsäulenpatienten untersucht und eine interessante Entdeckung gemacht: 13 von 16 Proben der Patienten mit Bandscheibenvorfall wiesen eine Herpesviruslust auf. Vorwiegend nachgewiesen wurde das Herpes-simplex-Virus vom Typ 1, also genau das Virus, welches eigentlich vorwiegend nur für Lippenbläschen und Herpes an anderen Gesichtsstellen bekannt ist.

Aber wie sind die Herpesviren in die Bandscheiben gelangt?

Tatsächlich muss hier mal wieder bei Herpesinfektionen in der Kindheit angeknüpft werden. Denn bei Kindern verfügen Bandscheiben noch über Blutgefäße. Viren verteilen sich über unseren Blutkreislauf im Körper. Und können offenbar auch an Stellen verweilen, die nicht mehr mit Blut versorgt werden – wie die Bandscheiben. Herpesviren können sich hier einnisten und das Bandscheibengewebe degenerieren.

Ich habe ja an anderer Stelle schon erwähnt, dass Herpesviren für immer im Körper bleiben und zum Teil über Jahre keinerlei Probleme machen und das Virus deshalb oftmals ebenso lange nicht ausbricht. So scheint es auch in den betroffenen Bandscheiben der Fall zu sein, denn Bandscheibenvorfälle kommen vorwiegend bei Erwachsenen vor.

Die Herpesviren werden durch ein geschwächtes Immunsystem aktiviert und bedingen dann unter Umständen den erneuten Ausbruch des Virus. Diese Tatsache negiert die Frage, ob Herpesviren allein ursächlich für einen Bandscheibenvorfall sein können. Denn das Immunsystem muss geschwächt bzw. die Bandscheibe bereits vorbeschädigt oder entzündet sein, damit die Viren „ihr Unwesen“ treiben können. Sind die Herpesviren in den Bandscheiben aber erst einmal wieder aktiv, so beschleunigen sie den Bandscheibenvorfall mit großer Wahrscheinlichkeit, da sie zum weiteren Abbau der Bandscheibe beitragen.

Das Herpesvirus stellt also keine eigenständige Ursache für einen Bandscheibenvorfall dar, kann aber in größerem Maße daran beteiligt sein. Und auch, wenn ich mich an dieser Stelle wiederhole, sind die Ergebnisse der oben erwähnten Studie mal wieder ein Beweis dafür, dass es extrem wichtig ist, dem Herpesvirus Einhalt zu gebieten.

Vor allem bei Kindern ist darauf zu achten, dass die Primärinfektion so lange wie möglich verhindert wird. Herpes kann, so wird immer mehr klar, erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit – und damit auf unser Leben – haben.

Stärke Dein Immunsystem und baue eine Armee aus Immunzellen gegen (Herpes-)Viren auf. Das kann Dich sogar vor Bandscheibenvorfällen schützen. Denn Herpesviren, die im Schlummerzustand auf die Möglichkeit des Ausbruchs warten, können Dein Gewebe nicht schädigen. Hilf also Deinem Immunsystem und gib ihm den Treibstoff, den es braucht, um das Herpesvirus im Schlummerzustand zu halten.

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Herpesfreie Grüße, Dein Marcel.

Marcel Hoehrmann

studierter Sportwissenschaftler, Gesundheitsberater & Präventionscoach

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