Nahrungsergänzungsmittel gegen Herpes?

Auf der Suche nach der Wunderpille für ein Leben ohne Herpes!

Oberflächlich betrachtet, wäre es wohl am schönsten für alle Herpes-Leidenden, wenn es ein Herpes-Medikament gäbe, welches nicht nur die Herpesausbrüche verhindert, sondern auch die eigentliche Herpes-Infektion heilt. Dazu bräuchte man allerdings auch noch eine Impfung gegen Herpes, damit die erneute Infektion auch noch vermieden wird.

Dies alles gibt es jedoch nicht, obwohl bereits seit Jahrzehnten daran geforscht wird. (Lediglich für Herpes Zoster bzw. Gürtelrose gibt es inzwischen eine Impfung.) Da Herpes aber von einem Virus ausgelöst wird, hast Du die geeignete Abwehrwaffe immer dabei. Sie wurde Dir zum kleinen Teil angeboren und den Rest hast Du in Deinem Leben erworben.

Die Rede ist hier von Deinem Immunsystem! Dieses ist die schlagkräftigste Waffe gegen Herpesviren!

Wenn Du häufig und/oder intensiv an Herpes leidest, dann schafft es Dein Immunsystem nicht, sich gegen das Herpesvirus durchzusetzen. Wie das funktioniert und warum die Stärke Deines Immunsystems darüber entscheidet, wie oft und wie intensiv Du Herpes bekommst, liest Du in meinem Artikel „Häufig Herpes? Warum Dein Immunsystem Schuld hat!

Frau tupft Creme auf Herpesbläschen

Vergiss die ganzen Hausmittel gegen Herpes, Globuli gegen Herpes oder die Versuche, Zahnpasta gegen Herpes einzusetzen. Mit diesen Mitteln versuchst Du ja nur verzweifelt etwas zu unternehmen, damit die bereits sichtbaren Herpesbläschen schneller abheilen und schnell wieder verschwinden. Und übrigens: Zahnpasta enthält keinen Wirkstoff gegen Herpesviren, sie deckt die Bläschen lediglich luftdicht ab, so dass diese austrocknen und schneller abheilen können. Die Verwendung von Zahnpasta auf den Herpesbläschen kann aber auch Probleme verursachen.

Also rate ich Dir davon ab!

Herpes schnell loswerden oder lieber vorbeugen?

Eigentlich möchtest Du doch auch lieber Herpesausbrüchen vorbeugen, oder? Auch wenn es kein wirkliches Mittel gegen Herpes bzw. zur Herpesvorbeugung gibt, so kannst Du doch etwas gegen Deinen Herpes unternehmen!

Denn damit Dein Immunsystem die in Deinem Körper schlummernden Herpesviren in Schach hält, musst Du es mit den richtigen Bau- und Treibstoffen versorgen.

Wie ich in meinem Artikel „Häufig Herpes? Warum Dein Immunsystem Schuld hat!“ beschrieben habe, musst Du alle Mikronährstoffe, die von Deiner Haut, Deinen Schleimhäuten, Deinem Nervensystem und Deinem Immunsystem zur Gesund- und Funktionserhaltung gebraucht werden, über deine Nahrung zuführen.

Ein starkes Immunsystem ist in der Lage, das Herpesvirus an der Vermehrung zu hindern und einen Herpesausbruch zu vermeiden. Der Kampf gegen Viren gehört zu den natürlichen Grundaufgaben des Immunsystems!

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährungsweise sollte die absolute Grundlage sein, dem eigenen Körper die notwendigen Mikronährstoffe zur Verfügung zu stellen.

Und dies sollte jede und jeder Herpesleidende sicherstellen!

Viele Menschen haben aber Probleme damit, eine ausreichende Deckung aller notwendigen Mikronährstoffe sicherzustellen. Außerdem enthalten Gemüse und Obst immer weniger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie verarmen regelrecht.

Deshalb empfehle ich, im Falle von häufigen und/oder intensiven Herpesausbrüchen bzw. Herpessymptomen gezielt zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen.

Häufiger Herpes ist ein Zeichen für ein geschwächtes Immunsystem. Und dieses kann nur dann effektiv Herpesviren unter Kontrolle halten und Herpesausbrüche verhindern, wenn es mit den essentiellen Nährstoffen versorgt wird.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt den täglichen Verzehr von 7 Portionen Gemüse und Obst. Studien weisen sogar darauf hin, dass es 10 Portionen sein sollten, wenn wir die ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen sicherstellen wollen.

Mikronährstoffe gegen Herpes

Wie viele davon erreichst Du?

Nahrungsergänzungsmittel stellen natürlich keinen Ersatz für eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise dar, wenn Du aber sicher gehen möchtest, dass Dein Immunsystem alle notwendigen Nährstoffe, die über die Nahrung zugeführt werden müssen, erhält, dann sind Nahrungsergänzungen ein sicheres Mittel.

Das Immunsystem für den Widerstand gegen die Herpesviren stärken:

Die aus meiner Sicht wichtigsten Mikronährstoffe zur Stärkung Deines Immunsystems gegen das Herpesvirus und damit zur Vorbeugung von Herpesausbrüchen sind:

Zink – Das wichtigste Spurenelement bei der Immunreaktion gegen Herpes?

Zink hat wichtige Aufgaben bei der Virenabwehr und damit auch im Kampf gegen Herpes-Viren. Es hat einen direkten Einfluss auf die Bildung und die Aktivität von Immunzellen. Steht dem Immunsystem nicht genügend Zink zur Verfügung, so hat dies einen schädlichen Einfluss auf die Effektivität und Leistungsfähigkeit der Immunzellen und somit auf das Immunsystem.

  • Zink hilft bei der Bildung von Antikörpern (T-Zellen) und
  • erhöht die Aktivität der Fresszellen.
  • Zudem fördert Zink die Bildung von Gedächtniszellen, die nach überstandener Krankheit bestehen bleiben, um uns bei wiederholten Infektionen eines Erregers, den wir in der Vergangenheit bereits überstanden haben, so gut schützen zu können, damit trotz der Infektion keine Krankheit entstehen kann.

Insbesondere der letzte Punkt ist bei einer Herpesinfektion von elementarer Bedeutung, da das Virus nach überstandener Krankheit (Ausbruch mit den sichtbaren Bläschen und den unsichtbaren Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und Unwohlsein, Nervenschmerzen) schlummernd im Körper verbleibt und nicht vollständig vernichtet wird, wie es bei den meisten anderen Viren (z.B. Erkältungsviren) der Fall ist.

Viel Zink findest Du z.B. in Austern, Schweineleber, Emmentaler und Rindfleisch.

Mit Zink in Austern gegen Herpes

Da Herpesviren selbst das Immunsystem schwächen, was Du in meinem Artikel „Was ist Herpes und was kann ich gegen Herpesbläschen unternehmen?“ nachlesen kannst, ist davon auszugehen, dass das Immunsystem von Herpesbetroffenen überdurchschnittliche Mengen an Zink benötigt, um eine hohe Produktion und Aktivität der verschiedenen Immunzellen zu gewährleisten.

Selen – Dieser Mineralstoff treibt den Aufbau einer Armee gegen Viren, wie das Herpes-Virus, an!

Selen gehört zu den wichtigen Antioxidantien, die unseren Körper vor den sogenannten freien Radikalen schützen. Außerdem hilft es bei der Entgiftung von Schwermetallen.

Aber, was im Herpes-Kontext bzw. bei der Virenabwehr viel wichtiger ist:

  • Selen stimuliert die Produktion von Antikörpern. Diese Immunzellen eliminieren Krankheitserreger, wie z.B. Viren. Je größer die Anzahl der Antikörper, desto stärker wird das Immunsystem!

Daher empfehle ich Dir die bewusste Ergänzung Deiner Nahrung mit Selen. Denn je größer Deine Armee an Antikörpern ist, desto schneller und effektiver kann diese Angreifer wie Herpes-Viren vernichten.

Viel Selen findest Du in Paranüssen, Kokosnüssen, Sesam, Pistazien und Kohlrabi.

Selen in der Kokosnuss hilft bei Herpes

 

Aber Achtung! Übertreibe es mit den Nüssen nicht. Die meisten Nüsse sind reich an der Aminosäure L-Arginin. Diese wird von Herpesviren für ihre Vermehrung verwendet und kann daher die Intensität von Herpesausbrüchen erschweren. Die gute Nachricht ist aber, dass L-Arginin einen natürlichen Gegenspieler hat: die Aminosäure L-Lysin. Mehr zu diesem Thema erkläre ich Dir in meinem Artikeln „Mythos Lysin, was ist dran an der Wunderaminosäure?„.

Die B-Vitamine haben wichtige Funktionen für das Immunsystem, das Nervensystem sowie für Haut und Schleimhäute und sollten daher von Herpesleidenden bewusst zugeführt werden.

Alle B-Vitamine haben Funktionen innerhalb des Gesamtkomplexes des Immunsystems, insbesondere deshalb, da das Nervensystem dazu gezählt werden muss. Warum? Über das Nervensystem findet die Verständigung innerhalb der Immunaktivitäten statt.

Außerdem werden Nerven und Nervenknoten von Herpes-Viren als Transportbewege und als Nest genutzt. Das Gewebe kann geschädigt werden und sollte daher verlässlich alle Stoffe erhalten, die nicht nur für die Funktion der Nerven, sondern auch für ihre Gesunderhaltung wichtig sind.

Vitamin B1 (Thamin):

  • Vitamin B1 sorgt für emotionale Ausgeglichenheit und wird daher umgangssprachlich auch als „Stimmungsvitamin“ bezeichnet.
  • Bei einem Mangel an Vitamin B1 kann es zu einer verringerten Produktion von Antikörpern kommen.
  • Vitamin B1 ist u.a. in Bierhefe, Weizenkeimen, Sonnenblumenkernen, Schweinefleisch und Bohnen enthalten.

Vitamin B2 (Riboflavin):

  • Vitamin B2 ist u.a. für den Aufbau und die Gesunderhaltung von der Haut und den Schleimhäuten wichtig.
  • Bei einem Mangel können u.a. entzündliche Hautveränderungen, Risse an Mundwinkeln und Lippen und vermehrte Infektanfälligkeiten auftreten.
  • Deinen Bedarf an Vitamin B2 kannst Du u.a. über den Verzehr von Hühnerleber, Mandeln, Sojabohnen und Hühnereiern decken.

Vitamin B3 (Niacin):

  • Vitamin B3 braucht Dein Körper u.a. für die Reparatur von Haut und Nerven.
  • Ein Mangel an Vitamin B3 hat u.a. eine geschwächte Infektabwehr und eine vermehrte Infektanfälligkeit zur Folge.
  • Ordentlich Vitamin B3 findest Du u.a. in Hühnerleber, Thunfisch, Makrele, Getreidekleie und Erdnüssen.

Vitamin B5 (Pantothensäure):

  • Vitamin B5 ist für die Stärkung des Abwehrsystems, den Stressabbau und die Wundheilung verantwortlich. Außerdem wird es bei der Synthese von Vitamin D benötigt.
  • Durch einen Vitamin-B5-Mangel können u.a. eine verschlechterte Wundheilung sowie eine Schwächung des Immunsystems und Veränderungen an Haut und Schleimhauten hervorgerufen werden.
  • U.a. weisen Schweineleber, Erdnüsse, Steinpilze, Forelle, Hummer und Lachs einen hohen Gehalt an Vitamin B5 auf.

Vitamin B6 (Pyridoxin):

  • Vitamin B6 stärkt die Nerven und das Immunsystem. Außerdem beeinflusst Vitamin B6 bestimmte Hormonaktivitäten und wird für die Verwertung von Vitamin B3 benötigt.
  • Ein Mangel an Vitamin B6 äußert sich u.a. auch durch entzündliche Veränderungen am Mund und an der Haut.
  • Viel Vitamin B6 sind z.B. in Hummer, Lachs, Sardinen, Sojabohnen und Walnüssen enthalten.

Vitamin B7 (Biotin):

  • Vitamin B7 sorgt u.a. für gesunde Haut. Es unterstützt zudem das Wachstum sowie die Vermehrung der Zellen im Körper.
  • Ein Mangel an Vitamin B7 kann z.B. eine Veränderung der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt verursachen.
  • Bedeutende Mengen an Vitamin B7 findest Du z.B. in Haselnüssen, Sojabohnen, Erdnüssen, Eiern, Schweineleber und Milch.

Vitamin B9 (Folsäure):

  • Vitamin B9 ist unentbehrlich für das Wachstum, die Reparatur und den Ersatz von Körperzellen. Zudem regeneriert Vitamin B9 die Schleimhäute.
  • Versorgst Du Deinen Körper nicht ausreichend mit Vitamin B9, kann dies u.a. zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte und Störungen der Schleimhäute sowie des Nervensystems führen.
  • Deinen Bedarf an Vitamin B9 kannst Du z.B. durch Limabohnen, Kichererbsen, Sojabohnen, Grünkohl, Schweineleber, Eiern und Käse decken.

Vitamin B12 (Cobalamin):

  • Vitamin B12 schützt ein anfälliges Nervensystem und aktiviert Vitamin B9. Es ist an der Bildung neuer Zellen und roter Blutkörperchen beteiligt und sorgt für ein funktionierendes Immunsystem.
  • Symptome eines Vitamin-B12-Mangels sind z.B. eine Anfälligkeit für Infekte, Veränderungen der Schleimhäute und psychische Beschwerden.
  • Vitamin B12 ist stark vertreten in der Leber vom Rind, vom Kalb, vom Schwein, vom Lamm und von Hühnern. Außerdem findest Du es in Kaviar, Austern, Makrele und Emmentaler.

 

Abgesehen von den Vitaminen und Mineralstoffen, die indirekt gegen Deinen Herpes helfen, da sie wichtig für Dein Immunsystem und damit im Kampf gegen Krankheitserreger wie Herpes-Viren sind, gibt es einige natürliche Stoffe, die eine direkte Wirkung gegen Herpes haben:

Die Aminosäure L-Lysin hat direkten Einfluss auf die Wachstums- und Vermehrungsfähigkeit von Herpes-Viren!

Herpes-Viren benötigen zum Wachstum und zur Vermehrung die Aminosäure L-Arginin. Ihr natürlicher Gegenspieler ist die Aminosäure L-Lysin. Lysin hemmt die Aufnahme und fördert gleichzeitig die Ausscheidung von Arginin.

Führst Du Deinem Körper durch Deine Nahrung mehr Lysin als Arginin zu, wird Deinem Körper auch weniger Arginin zur Verfügung stehen. Herpes-Viren verwenden dann Lysin anstelle von Arginin, welches sie aber nicht verwerten können und dann zugrunde gehen.

Die ganze Story zum L-Lysin findest Du in meinem Artikel „Mythos Lysin – was ist dran an der Wunderaminosäure?“.

Warum Rotwein (rote Trauben) und Grüntee in der Herpesprävention nicht fehlen dürfen…

Resveratrol und Tannine im Rotwein helfen bei Herpes

Resveratrol im Rotwein:

Rotwein enthält sekundäre Pflanzenstoffe wie Resveratrol. Dieses Polyphenol hat die Eigenschaft, auf bestimmte zum Überleben und zur Vermehrung benötigte Proteine des Herpesvirus hemmend zu wirken. Es hat also eine direkte Wirkung auf Herpesviren, diese am Wachstum zu hindern. Aufgrund dieser Wirkung und der Tatsache, dass Herpesviren eine Resistenz gegen Herpestabletten, wie z.B. mit dem Wirkstoff Aciclovir, aufbauen können, wird Resveratrol als „novel antiviral agent“ bezeichnet. Diese Wirkung konnte bei HSV1 (Lippenherpes) und HSV2 (Genitalherpes) nachgewiesen werden. Daher sollte Resveratrol von Menschen mit häufigem Lippenherpes oder Genitalherpes meiner Meinung nach täglich eingenommen werden.

Bevor Du jetzt aber jeden Tag eine Flasche Wein zu Dir nimmst, in der Hoffnung, Dein Herpes mag das nicht, muss ich Dich warnen: Alkoholkonsum schwächt Dein Immunsystem. Daher wäre diese Maßnahme eher kontraproduktiv.

Das Resveratrol findest Du aber natürlich auch einfach in den Trauben, die zu Rotwein verarbeitet werden. Und diese Trauben kannst Du als natürlich gewonnenes Extrakt in Kapselform kaufen.

Tannine im Rotwein:

Die roten Trauben enthalten zudem den Gerbstoff Tannin. Tanninsäure ist laut kanadischen Forschungsergebnissen von Dr. Konowalchuk ein besonders starker Feind von Herpesviren. Denn Tannine hüllen Virenpartikel ein und neutralisieren sie. Dadurch, dass die Tannine das Eindringen von Herpesviren in Zellen verhindern, sterben die Viren ab.

Dr. Konuwalchuk war fasziniert von der Fähigkeit der Tannine, den Herpes-simplex-Virus abzuwehren. Nach eigenen Berichten trug er etwas Rotweinextrakt, welches bei den Forschungsarbeiten verwendet wurde, auf Herpesbläschen auf. Dr. Konuwalchuk berichtete anschließend, dass der Schmerz sofort verschwunden war und die Schwellungen zurückgingen. Es habe sich auch keine Kruste gebildet. Er folgerte, dass es dem Rotweinextrakt gelungen sein muss, die aufgesprungene Haut der Bläschen zu durchdringen, das Virus zu erreichen und außer Gefecht zu setzen, genau wie er es in den Reagenzgläsern beobachtet hatte.

Gerbstoffe im Grünen Tee helfen bei Herpes

Gerbstoffe im Grünen Tee:

Auch Grüner Tee ist reich an Gerbstoffen. Die enthaltenen Polyphenole und Flavonoide verbessern Immunfunktionen und erhöhen die Abwehrfähigkeit gegen Infektionen. Die humanmedizinische Forschung geht davon aus, dass der Stoff EGCG (=Epigallocatechingallat), der etwa 30 % der Trockenmasse von grünem Tee ausmacht, für die große Anzahl an gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Tees verantwortlich ist. Dieser Gerbstoff gilt sogar als einer der Hoffnungsträger in der Krebsforschung.

Durch ihre proteinbindende Eigenschaft bilden die Gerbstoffe aus grünem Tee eine schützende Membran auf entzündetem Gewebe und können dadurch Reize von außen fernhalten. Die Gerbstoffe machen dadurch u.a. die Haut unempfindlicher.

Die Gerbstoffe des grünen Tees haben eine beruhigende Wirkung auf den Gastroenteraltrakt und beruhigen damit Magen und Darm. Bei regelmäßigem Konsum von grünem Tee kommt es zu einer oberflächlichen Verdichtung der (häufig erkrankten) Darmschleimhaut. Grüner Tee unterstützt damit die Gesunderhaltung der Darmschleimhaut, was auch im Hinblick auf die Prävention von Herpesausbrüchen wichtig ist. Denn in der Darmschleimhaut sitzt ein bedeutender Teil des Immunsystems.

Und außerdem: Ob aus der normalen Nahrung oder aus Nahrungsergänzungsmitteln, wichtig ist, dass die Darmflora und die Darmschleimhaut gesund sind und die wertvollen und notwendigen Stoffe aus dem Nahrungsbrei vom Darm aufgenommen werden.

Im Darm findet der wesentliche Transfer der Mikronährstoffe in den Körper statt. Daher ist die Darmgesundheit grundsätzlich von entscheidender Bedeutung für unseren Gesundheitszustand und für unser Immunsystem.

Parallel zu einer Ernährungsumstellung und einer Nahrungsergänzung durch Vitamin- und Mineralstoffpräparate empfehle ich die Durchführung einer Entgiftungs- und Entsäuerungskur. So kann sich der Körper bzw. der Darm zunächst von Giften und Stoffwechselschlacken befreien.

Daher wird von Fachärzten empfohlen, einmal pro Jahr eine Darmreinigung durchzuführen. Wenn Du jetzt an Schläuche denkst, die Du Dir einführen musst, um eine Wäsche durchzuführen, dann kann ich Dich beruhigen. Es gibt auch andere Mittel und Wege!

Fazit:

Die wichtigsten Mikronährstoffe zur gezielten Stärkung des Immunsystems gegen Herpes sind:

  • Zink
  • Selen
  • Die B-Vitamine
  • L-Lysin
  • Rote-Traubenextrakt
  • Grünteeextrakt

Ich selbst nehme seit über 10 Jahren ein Nahrungsergänzungsmittel ein, welches die genannten Stoffe enthält, und erziele damit ein perfektes Ergebnis.

Wichtig ist aber, zu verstehen, dass es sich dabei nicht um ein Herpesheilmittel handelt, da es dieses gar nicht gibt, sondern um ein Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Haut, gesunde Schleimhäute, ein gesundes Nervensystem und ein starkes Immunsystem.

Es gibt also keine Nahrungsergänzungsmittel gegen Herpes, aber es gibt Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung Deines gesamten Immunsystemkomplexes (Haut, Schleimhäute, Nerven und Immunsystem) … und Dein Immunsystem ist die stärkste Waffe, die es gegen Herpes gibt! Du musst es aber dafür ausrüsten und trainieren!

Versorge Deinen Körper mit den genannten Mikronährstoffen (und natürlich auch mit allen anderen, die der Körper benötigt) dauerhaft in ausreichender Menge, damit Dein Immunsystem gestärkt wird und gut funktioniert.

Dies ist kein Prozess, der über Nacht geschieht! Auch das musst Du verstehen. Dein Immunsystem muss erst dazu lernen, wie es das Herpes-Virus effektiver und schneller besiegen und im Nervenknoten dauerhaft gefangen halten kann.

Und was ist mit Vitamin D im Kampf gegen Herpes-Viren?

Im Prozess der Virenbekämpfung müssen sich harmlose T-Zellen in aktive Killerzellen (ja, die heißen wirklich so) umwandeln können. Und genau hierfür benötigen sie Vitamin D. Sobald eine T-Zelle einen Krankheitserreger wie einen Herpes-Virus entdeckt, fährt sie eine Angel aus, mit der sie nach Vitamin D fischt. Sie kann sich erst in den Killer-Modus versetzen, wenn sie Vitamin D erhalten hat!

Ein Vitamin-D-Mangel stellt damit ein großes Problem für das Immunsystem in der Abwehr von Herpesviren dar.

Da Vitamin D aber vom Körper unter den richtigen Bedingungen selbst hergestellt werden kann und Vitamin D außerdem vom Körper gespeichert wird, ist es stark umstritten, ob eine pauschale und ständige Aufnahme durch Nahrungsergänzungsmittel notwendig ist.

Mehr Informationen findest Du in meinem  Blogbeitrag „Vitamin-D-Mangel kann Ursache für häufigen Herpes sein„.

Spoiler: Ich nehme selbst Vitamin D in Tropfenform täglich ein und achte besonders in den dunklen Monaten auf eine gute Versorgung. Zur ausreichenden Eigenproduktion im Sommer sind allerdings auch einige Regeln einzuhalten.

Klar ist, dass die Mikronährstoffe über Deine Ernährung und eben auch über Nahrungsergänzungsmittel in Deinen Körper gelangen. Allerdings bestimmen dann auch noch Deine Lebensumstände und andere wichtige Faktoren und Umstände darüber, wie viel Mikronährstoffe Du tatsächlich brauchst, damit alle Körperfunktionen, wie Dein Immunsystem, einwandfrei arbeiten können.

Außerdem braucht das Immunsystem in der Regel etwas Zeit, um sich zu entwickeln und zu lernen, Herpesviren erfolgreicher zu bekämpfen.

Daher zeige ich Dir in meinem kostenlosen Video-Workshop „Wie Herpesbläschen 3x schneller abheilen und Du Herpesausbrüche verhindern kannst„.

Also klick Dich rein. Unter diesem Artikel findest Du den Link zum Kurs.

Herpesfreie Grüße, Dein Marcel.

PS: Im dritten Video des dreiteiligen Kurses zeige ich Dir auch, welche Faktoren in Deinem Leben darüber entscheiden, wie hoch der Mikronährstoffbedarf Deines Immunsystems wirklich ist.

 

Marcel Hoehrmann

studierter Sportwissenschaftler, Gesundheitsberater & Präventionscoach

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