Sichere Diagnose von Herpes

Generell ist Herpes eine Erkrankung, die sich relativ leicht diagnostizieren lässt, besonders bei Fällen von Herpes simplex 1 und 2. Die charakteristischen Fieberbläschen lassen sich leicht identifizieren und dem Herpesvirus zuordnen.

Doch manchmal verläuft auch eine Herpeserkrankung atypisch ab oder tritt in schwierigen oder bedrohlichen Fällen auf. Dann reicht die rein klinische Untersuchung durch einen Arzt oftmals nicht aus und es werden spezielle Diagnoseverfahren notwendig.

Solche Fälle können ganz unterschiedlichen Ursprungs sein: Herpesinfektionen während der Schwangerschaft oder bei Säuglingen zum Beispiel sind spezielle Untersuchungen erforderlich.

Manchmal befällt das Herpesvirus auch nur innere Organe und ist somit von außen gar nicht sichtbar. Bei Patienten mit Erkrankungen des Immunsystems kann eine Herpeserkrankung untypisch verlaufen und weist nicht die charakteristischen Merkmale einer Herpesinfektion auf.

Herpesbläschen an der Lippe Herpes-Guru

Besonders sinnvoll und wichtig sind solche Diagnoseverfahren auch dann, wenn das Herpesvirus eine lebensbedrohliche Infektion auslöst, wie es beispielsweise fast immer bei Säuglingen der Fall ist. Aber auch, wenn das Virus das Gehirn oder die Augen befällt.

Einige Erkrankungen ähneln in ihrer Symptomatik außerdem den Symptomen einer Herpesinfektion; dies ist besonders bei einer Herpes-Genitalis-Infektion häufig der Fall. Zahlreiche Geschlechtskrankheiten, darunter zum Beispiel Pilzinfektionen, Syphilis oder Parasiten, lösen die gleichen Symptome aus, wie z.B. Juckreiz und Brennen, wie eine Herpeserkrankung.

Herpesdiagnose bei atypischem Krankheitsverlauf

Um das Herpesvirus auch bei einem atypischen Verlauf als solches zu identifizieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Diagnostik. Einige davon möchte ich Dir heute vorstellen.

  1. Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR)

Bei diesem Diagnoseverfahren handelt es sich um eine Laboruntersuchung. Diese Untersuchung ist sehr aufwendig und teuer und findet daher nur Anwendung bei sehr schweren Krankheiten oder wenn wirklich große Unklarheit besteht über die Art der Erkrankung. Dieser Test sucht quasi nach Herpes-DNA im menschlichen Gewebe oder in Körperflüssigkeiten und vervielfältigt diese. So können kleinste Mengen an Viruslast ausreichen, um das Virus im Körper nachzuweisen.

  1. Der Tzanck-Test

Beim sogenannten Tzanck-Test wird direkt die Flüssigkeit aus den Herpesbläschen mikroskopisch untersucht, indem die Flüssigkeit eingefärbt und unter ein Lichtmikroskop gebracht wird. Anhand dieser Untersuchung lassen sich, im Falle einer Herpesinfektion, sogenannte Riesenzellen erkennen, die typisch für das Virus sind. Jedoch lässt sich hierbei nur nachweisen, dass es sich um eine Herpesinfektion handelt, der Herpestyp kann nicht nachgewiesen werden. Diese Methode dient also primär dazu, das Virus von anderen, bläschen-bildenden Hauterkrankungen abzugrenzen.

  1. Die Immunfluoreszenz

Bei diesem Verfahren handelt es sich ebenfalls um eine Laboruntersuchung, durch die sogenannte Antigene des Virus nachgewiesen werden. Vereinfacht ausgedrückt werden für diesen Test extra Antikörper hergestellt, die diese Antigene binden und sichtbar machen. Hierfür ist neben einer speziellen Flüssigkeit, die neben diesen Antikörpern auch einen sogenannten Fluoreszenzfarbstoff erhält, auch ein spezielles Mikroskop notwendig. Die Kombination aus Farbstoff, Antikörpern und Antigenen lässt die Herpesviren dann unter besagtem Mikroskop aufleuchten.

Herpes Diagnose Mikroskop

  1. Die Blutuntersuchung

Über einen Bluttest lassen sich ebenfalls Herpesinfektionen nachweisen und zwar auch dann, wenn kein akuter Ausbruch besteht. Über das Blut lässt sich also auch erkennen, ob jemand Virusträger ist. Dies kann zum Beispiel wichtig sein bei Herpes Genitalis, besonders dann, wenn Kinderwunsch besteht. Im Blut werden nicht die Viren selbst, sondern Antikörper nachgewiesen, die das Immunsystem bildet, um für den nächsten Ausbruch vorbereitet zu sein und ihn im Optimalfall verhindern zu können.

Natürlich gibt es auch noch weiterführende Untersuchungen, beispielsweise, wenn der Verdacht auf eine Gehirn- oder Hirnhautentzündung besteht. Hier wird dann unter anderem eine Lumbalpunktion durchgeführt, sprich, das Nervenwasser wird untersucht. Auch ein MRT oder CT des Kopfes wird dann notwendig.

Bei normalen Verläufen einer Herpeserkrankung reicht, wie eingangs bereits erwähnt, in der Regel eine „gewöhnliche“ Untersuchung durch den Arzt. Du musst nun also nicht befürchten, dass Dich bei jedem Herpesausbruch aufwendige Untersuchungen erwarten.

Herpesausbrüche verhindern

Im empfehle Dir, Deinen Körper und Dein Immunsystem gegen die Angriffe von Herpesviren zu trainieren! Denn mit den richtigen Maßnahmen reduzierst Du die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit, an Herpes zu leiden, so deutlich, dass Herpes dann kein Thema mehr für Dich ist.

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Herpesfreie Grüße, Dein Marcel.

Marcel Hoehrmann

studierter Sportwissenschaftler, Gesundheitsberater & Präventionscoach

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