8 verschiedene Herpestypen – Eine Übersicht

Herpes ist nicht gleich Herpes – jeder Herpestyp ist anders

Wie ich bereits erwähnt habe, gibt es insgesamt acht nachgewiesene Herpestypen. Die gängigsten hab ich euch mittlerweile in einzelnen Beiträgen näher gebracht. In diesem Beitrag möchte ich zum einen eine Gesamtübersicht mit allen acht Herpestypen aufstellen und zum anderen auf die eingehen, zu denen es bisher noch keinen eigenen Beitrag gibt.

Herpestypen löschen unterschiedliche Herpesformen aus

Zunächst eine Übersicht der Virusarten, die ich in einzelnen Artikeln bereits vorgestellt habe:

1. Der Top-Herpesvirus unter den Virusarten

Das bekannteste und am weitesten verbreitete Herpesvirus ist das Humane Herpesvirus 1, das auch als Herpes-simplex-Virus 1 bezeichnet wird. HSV 1 ist im akuten Stadium hochgradig ansteckend und äußert sich in den meisten Fällen durch die allen bekannten Fieberbläschen an der Lippe. Das Virus kann aber auch die Nase, die Augen oder andere Gesichts- bzw. Körperpartien befallen, unter anderem auch den Intimbereich.

2. Eine große Belastung durch Genitalherpes

Das Humane Herpesvirus 2, auch Herpes-simplex-Virus 2, ist zumeist der Auslöser für den Herpes Genitalis, also den Genitalherpes. Jedoch kann Genitalherpes auch durch den HSV 1 entstehen und umgekehrt können HSV2-Viren auch im Gesicht Bläschen hervorrufen. Das HSV 2 ist ebenfalls hochgradig ansteckend.

3. Gürtelrose als unterschätzter Herpestyp

Ebenfalls näher erläutert habe ich euch das Humane Herpesvirus 3, das Varicella-Zoster-Virus. Dieses Virus ist Auslöser der Gürtelrose, eine Erkrankung, die nicht selten gar nicht mit Herpesviren in Verbindung gebracht wird. Die Primärinfektion mit den Varizella-Zoster-Viren äußert sich durch den Ausbruch von Windpocken.

Gesichtsherpes

4. Schwerwiegende Folgen durch Pfeiffersches Drüsenfieber

Das Epstein-Barr-Virus wird auch als Humanes Herpesvirus 4 bezeichnet und ist ursächlich für das Pfeiffersche Drüsenfieber. Das Virus ist ähnlich weit verbreitet wie das HSV 1, das heißt, über 90% der Deutschen tragen es in sich, es bricht jedoch nicht bei allen Infizierten aus.

Dies sind die weiteren vier Herpestypen:

5. Zytomegalievirus, eine oft unbemerkte Virusform

Das Zytomegalievirus – kurz CMV – ist das fünfte Humane Herpesvirus. Etwa 60 bis 90 % aller Erwachsenen sind mit dem Virus infiziert, es ist also relativ weit verbreitet. Das CMV kann Symptome hervorrufen, verläuft jedoch sehr häufig unbemerkt. Es bringt sehr unspezifische Symptome mit sich – bspw. die einer Grippe.

Wie alle Herpestypen verbleibt es ebenfalls lebenslang im Körper, eine Reaktivierung verläuft allerdings in aller Regel gänzlich unbemerkt. Gefährlich ist das Virus jedoch für Schwangere, Neugeborene oder Menschen mit sehr geschwächter Immunabwehr (z.B. durch HIV oder nach Organtransplantationen). Dann kann das Virus verschiedene Organe befallen und sogar zur Erblindung führen.

Infektionen während der Schwangerschaft können das ungeborene Kind schwer schädigen bis hin zur Totgeburt. Nachweisbar ist das Virus in allen Körperflüssigkeiten- und ausscheidungen, sowohl bei der Primärinfektion wie auch bei einer Reaktivierung. Normalerweise ist keine Behandlung notwendig. Bei schweren Verläufen werden virushemmende Mittel verabreicht.

6. Dreitagefieber als harmlose Viruserkrankung bekannt

Das Humane Herpesvirus 6 ist ursächlich für das sogenannte Dreitagefieber, das bei Säuglingen und Kleinkindern auftritt. Diese Viruserkrankung ist normalerweise ungefährlich, aber hochgradig ansteckend über Tröpfcheninfektionen.

Es äußert sich durch sehr plötzlich auftretendes Fieber, das vereinzelt zu Fieberkrämpfen führen kann. Häufig geht es mit darauffolgendem Hautausschlag einher, der aber auch von alleine wieder verschwindet. Das Fieber hält normalerweise drei bis vier Tage an. Auch andere Symptome wie Halsentzündungen, Erbrechen und Durchfall treten auf.

Am häufigsten betroffen sind Kinder bis 3 Jahre, es kann aber auch bei älteren Kindern auftreten. Erwachsene können sich ebenfalls infizieren und weisen dann häufig Symptome einer Erkältung auf.

Studien zeigen, dass bereits 80% der Fünfjährigen das Virus in sich tragen. Medikamente gegen das Virus gibt es nicht, oftmals werden fiebersenkende Mittel verabreicht. In seltenen Fällen kann es durch das Virus zu Hirn- oder Hirnhautentzündungen oder Erkrankungen anderer Organe kommen.

7. Röschenflechte als Folge eines Herpestyps

Das Humane Herpesvirus 7 kann ebenfalls für das Dreitagefieber ursächlich sein. Sehr häufig verläuft die Infektion jedoch auch völlig ohne Symptome.

Neben dem Dreitagefieber können die Herpesviren des HHV 7 auch die sogenannte Röschenflechte auslösen, eine Hauterkrankung. Sie tritt vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf.

Herpes kann auch Hautauschlag auslösen

Hierbei handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die aber nicht gefährlich ist. Sie kann einige Wochen bis hin zu Monaten andauern, heilt aber in der Regel von selbst wieder ab. Zumeist beginnt die Krankheit mit einer Rötung am Körper, die leicht zu Schuppen beginnt. Innerhalb weniger Wochen folgen mehrere kleinere solcher Veränderungen auf der Haut.

Interessant ist, dass die Flechte selbst nicht ansteckend ist, sondern die Viren wohl über Körperflüssigkeiten weitergegeben werden. Sehr selten fühlen sich infizierte matt und angeschlagen. Die Röschenflechte ist ungefährlich mit Ausnahme der Infektion schwangerer Frauen – die Röschenflechte kann zu Früh- und Fehlgeburten führen.

8. Herpes begünstigt die Krebsentstehung

Das Humane Herpesvirus 8 ist wohl das am wenigsten bekannte der acht Virustypen. Es ist für das sogenannte Kaposi-Sarkom (Krebs in den Blutgefäßen) verantwortlich, wobei eine Infektion mit dem HHV 8 nicht automatisch den Ausbruch des Sarkoms zur Folge hat.

Es wird auch als das Kaposi-assoziierte Herpesvirus bezeichnet und kann tatsächlich neben dem Kaposi-Sarkom noch zwei weitere Krebsarten auslösen, wie der weißen Blutzellen und der Lymphknoten.

Eine reine Infektion mit dem Virus reicht nicht aus, um eine Krebserkrankung auszulösen. Erst weitere Einflussfaktoren wie zum Beispiel eine Immunschwäche können zum Ausbruch einer Krebserkrankung führen.

Wie die meisten Herpesarten wird auch das HHV 8 durch Körperflüssigkeiten übertragen, also unter anderem durch Küssen oder beim Geschlechtsverkehr. In Deutschland bzw. Europa ist nur ein sehr geringer Teil mit dem HHV 8 infiziert (unter 10%), es ist eher in Afrika verbreitet.

Behandelt wird das Kaposi-Sarkom unter anderem durch Chemo- oder Strahlentherapien und Krebsmedikamente. Die Art der Behandlung hängt jedoch von sehr vielen Faktoren ab. Eine allgemeine Prognose kann nicht genannt werden, da diese ebenfalls von vielen Faktoren abhängt (beispielsweise Zeitpunkt der Diagnose, allgemeiner Gesundheitszustand usw.).

Fazit: Die Herpestypen haben viele Gesichter

Wie Ihr sehen könnt steckt hinter der Bezeichnung Herpes mehr als das, was wohl die meisten von uns assoziiert hätten. Im Volksmund sind wohl in mindestens 99 % aller Fälle Fieberbläschen auf der Haut (häufig an bzw. auf der Lippe, im Gesicht oder im Genitalbereich) gemeint, wenn über Herpes gesprochen wird.

Deshalb dreht es sich auf den Webseiten, die sich mit dem Thema Herpes befassen bzw., die man beim Googeln von Begriffen rund um das Herpesthema findet, in der Regel um Lippenherpes und Genitalherpes – also Infektionen mit dem Herpes-simplex Typ 1 und Typ 2.

Wenn Du an einer von den beiden Herpesarten leidest, lade ich Dich herzlich zu meinem Herpes-Videokurs „Wie Herpesbläschen 3x schneller abheilen und du Herpesausbrüche verhinderst“ ein. Darin zeige und erkläre ich Dir, was wirklich gegen Herpes hilft. Dabei geht es hier explizit nicht nur um die Behandlung der Bläschen für ein schnelleres Abheilen oder Techniken, um die Fieberbläschen vor der Umwelt zu verbergen.

Vielmehr zeige ich Dir, dass Du etwas gegen die Häufigkeit und Schwere Deiner Herpesausbrüche unternehmen kannst und erzähle Dir auch, was das ist und wie Du das erreichen kannst: Eine einfache Anleitung zum Umsetzen!

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Bis gleich und herpesfreie Grüße, Dein Marcel.

Marcel Hoehrmann

studierter Sportwissenschaftler, Gesundheitsberater & Präventionscoach

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